LEADER-Regionen bereiten sich auf die Antragstellung vor

Am 30. November 2016 waren alle Projektträger der LEADER-Regionen Börde-Bode-Auen, Elbe-Saale und Aschersleben-Seeland eingeladen, an einem LEADER-Workshop zur Antragstellung teilzunehmen.

Mit einem Platz auf den Prioritätenlisten 2017 der LEADER-Regionen haben die Projektträger nun die Möglichkeit, einen Antrag auf EU-Fördermittel zu stellen. Projekte können u.a. nach der LEADER- oder RELE-Richtlinie gefördert werden. Daher haben die LEADER-Managements gemeinsam zwei Workshops angeboten, die auf die einzelnen Richtlinien zugeschnitten wurden. Insgesamt nahmen 30 Personen an der Veranstaltung teil.

Ziel des Workshops war es, die Antragsteller mit den benötigten Formularen und Be­stimmungen vertraut zu machen. Viele Anwesende nehmen zum ersten Mal eine EU-Förderung in Anspruch, so dass grundlegende Fragen, die sich im Vorfeld ergaben, geklärt werden konnten. Aber auch bei schon erfahrenen Antragstellern konnte die eine oder andere Frage beantwortet werden. Das LEADER-Management stellte die erforder­lichen Anträge vor und gab Tipps zur rechtzeitigen Beantragung von benötigten Anlagen. Denn nicht nur der Antrag ist entscheidend, sondern auch die vorgeschriebenen Nachweise müssen am Stichtag der Antragstellung am 01.03.2017 der Bewilligungsbehörde vorliegen.

Am Workshop nahmen Projektträger aus den drei LEADER-Regionen Börde-Bode-Auen, Elbe-Saale und Aschersleben-Seeland teil. Die Veranstaltung fand im Dorfgemeinschaftshaus in Staßfurt, Ortsteil Hohenerxleben statt, welches in der vergangenen Förderperiode ebenfalls durch LEADER-Mittel gefördert wurde.

 

Landesregierung unterstützt ELER-RESET – Finanzminister Schröder und Landwirtschaftsministerin Dalbert fordern Verwaltungsvereinfachung

Speziell für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) hat das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft eine mittlerweile europaweit viel beachtete Initiative zum ELER-RESET gestartet. ELER-RESET steht für eine Neuausrichtung der ELER-Förderung nach 2020. Ziel ist die Vereinfachung für Förderempfänger und Verwaltung. Den vollständigen Text finden Sie in der Pressemitteilung des Finanzministeriums.

(Quelle: Ministerium der Finanzen – Pressemitteilung Nr.: 035/2016)

Hinweis für alle Antragssteller der Prioritätenliste 2017

Die Frist zur Einreichung der Förderanträge für bestätigte Projekte aus der Prioritätenliste 2017 beim LEADER-Management ist der 27. Januar 2017!

Ihr Projekt wurde durch die LAG beschlossen und ist auf die Prioritätenliste genommen worden. Sie wurden vom LEADER-Management darüber informiert, dass Sie mit der offiziellen Antragstellung beginnen können. Im nächsten Schritt müssen Sie das entsprechende Antragsformuar wählen, je nachdem über welche Förderrichtlinie Ihr Projekt beantragt werden soll. Sie wurden durch das LEADER-Mananagement informiert welche Richtlinie für Ihr Projekt zuständig ist. Wenn Sie sich nicht sicher sind, erkundigen Sie sich über die richtige Zuordnung.

Alle wichtigen Formulare finden Sie unter Antragsstellung!

Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität im Salzlandkreis

symbol_einfAm 12.09.2016  startete, das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Modellprojekt. Zukunftsfähigen Standortkonzepte und Mobilitätsangebote sollen damit entwickelt werden. Unter Einbindung möglichst vieler regionaler Akteure soll das Vorhaben in den nächsten zwei Jahren dazu dienen, standort- und verkehrsplanerische Ansätze zusammenzuführen.Der Salzlandkreis ist eine von 18 Modellregionen in Deutschland.

Ziel ist es, die Erreichbarkeit von Angeboten der Daseinsvorsorge an räumlich günstigen Standorten auf lange Sicht für das Kreisgebiet zu gewährleisten. Es geht dabei darum, Lösungen zu erarbeiten, die sicherstellen, dass den Bürgern auch abseits größerer Ortschaften ohne Probleme das Erreichen der nächsten Apotheke, Bank, Schule oder Kindertagesstätte möglich bleibt.
Weiter Informationen finden Sie hier!

 

Der Salzlandkreis führt im Rahmen des Modellvohabens zudem eine Umfrage durch. Wir würden uns freuen, wenn Sie dies untersützten!

Fragebogen zur Erhebung des Mobilitätsverhaltens im Salzlandkreis

Mitteilung des Ministeriums für Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt

st-logoCLLD schickt sich an, eine Marke zu werden. LEADER hat dies in Sachsen-Anhalt und bundesweit bereits geschafft. CLLD steht für Community-Led Local Development (deutsch: Lokale Entwicklung unter der Federführung der Bevölkerung) und ist die übergreifende Anwendung der LEADER-Methode in den EU-Fonds der Europäischen Union, wie zum Beispiel im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und im Europäischen Sozialfonds (ESF).
Schon im April hatten sich Vertreter der Europäischen Kommission aller drei Fonds, ESF, EFRE und ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) bei einem zweitägigen Besuch in Magdeburg davon überzeugen können, dass CLLD auf einem guten Weg ist und Sachsen-Anhalt hier eine echte Vorreiterrolle für Deutschland übernimmt.

Über LEADER/CLLD stehen ausschließlich den Akteuren aus den Lokalen Aktionsgruppen Finanzmittel für die Umsetzung ihrer individuellen lokalen Entwick-lungsprojekte zur Verfügung. Erstmals wurden nun die 23 LEADER/CLLD-Regionen in Sachsen-Anhalt mit Finanzmitteln der EU-Fonds EFRE und ESF aus-gestattet. Die im Mai verteilte Rate umfasst rund 11 Mio. Euro EU-Mittel (rund 7 Mio. Euro EFRE-Mittel, rund 4 Mio. Euro ESF-Mittel). Mit diesem Finanzbudget ist eine wichtige Grundlage geschaffen, um in den Lokalen Aktionsgruppen nun auch an die Umsetzung von EFRE- und ESF-Projekten zu gehen.

Trotz gerade begonnener Ferien- und Urlaubszeit laufen die Arbeiten an den drei Förderrichtlinien, über die CLLD-Vorhaben gefördert werden sollen, auf Hochtouren. Im EFRE wird die CLLD-Förderung zum einen über die energetische Sanierung von Sportstätten, die für die breite Öffentlichkeit genutzt werden und sich außerhalb von Schulstandorten befinden, angeboten (Richtlinie STARK III plus EFRE). Zum anderen wird über CLLD die Förderung von Investitionen zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes (Kulturerbe-EFRE-Richtlinie) möglich sein. Beide Richtlinien zählen zu den Fach-programmen der EU-Fonds und beinhalten entsprechend den Besonderheiten des LEADER/CLLD-Verfahrens zusätzliche spezielle Regelungen für CLLD-Anträge, wie zum Beispiel andere Fördersätze.
Die dritte Richtlinie dient nunmehr auch der Umsetzung der für CLLD im ESF reservierten Mittel. Das Besondere daran ist, dass CLLD auch inhaltlich in die bereits seit 2015 veröffentlichte „Richtlinie LEADER“ des Ministeriums der Finanzen integriert wird. Damit speist sich eine Richtlinie erstmals aus zwei europäischen Fonds (ELER und ESF) und schafft ein komplexes Angebot, das über den Standard der Fachprogramme hinausgeht. Für die potenziellen Förderantragsteller stellt diese um ESF-Themen ergänzte und dann unter geändertem Namen in Kürze neu erscheinende „Richtlinie LEADER und CLLD“ eine Erleichterung dar, da vielfältige Fördermöglichkeiten kompakt in einer Rechtsgrundlage vereint sein werden.

Zentraler Ansprechpartner und Beratungsstelle für die Themen CLLD sowie LEADER ist das Landesverwaltungsamt in Halle (Saale). Außerdem sind auf der Internetseite http://www.leader.sachsen-anhalt.de alle notwendigen Informationen rund um LEADER/CLLD zu finden.

LEADER-Netzwerk Sachsen-Anhalt wählt Sprecher

st-logoAlle Lokalen Aktionsgruppen in Sachsen-Anhalot organisieren sich im LEADER-Netzwerk Sachsen-Anhalt. Als Vertreter gegenüber dem Finanzministerium und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung gibt es einen Sprecher und neuerdings auch zwei Stellvertreterinnen: Als Sprecher wurde Herr Dr. Wolfgang Bock wiedergewählt, seine Stellvertreterinnen sind Frau Gudrun Viehweg und Frau Heike Winkelmann. Die Aufgaben der Netzwerksprecher sind vielfältig. Neben der Repräsentationsrolle innerhalb von Sachsen-Anhalt, soll das Netzwerk zukünftig auch auf Bundesebene vertreten sein. Informationen zum LEADER-Netzwerk finden sich unter www.leader.sachsen-anhalt.de

Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Regionen in Deutschland

Am 21. Juni 2016 wurde in Göttingen die Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Regionen in Deutschland – kurz BAG LAG – gegründet.

Über 35 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen an der Gründungsversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Regionen in Deutschland teil. Die Bundesarbeitsgemeinschaft wird zukünftig die Interessen der deutschen Lokalen Aktionsgruppe auf europäischer Ebene vertreten. Bislang hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft keine Rechtsform. Damit konnte sie auch in keinem offiziellen Gremium der EU Mitglied werden und damit Deutschland, als größten Nettozahler der EU, auch nicht mit einem Stimm-recht vertreten. Die Bundesarbeitsgemeinschaft hat sich jetzt die Rechtsform eines Vereins gegeben. Mitglied können alle Lokalen Aktionsgruppen in Deutschland oder deren Landesnetzwerke werden. Auch für außerordentliche Mitglieder ist der Verein offen. Dies ist zum Beispiel für die ILE-Regionen interessant, denn die Rahmenbedingungen, um die die Bundesarbeitsgemeinschaft verhandelt, betreffen auch diese.

Neben dem Stimmrecht in anderen europäischen Gremien wie zum Beispiel dem Europäischen Verband der LEADER-Regionen (ELARD) hat die Bundesarbeitsgemeinschaft jetzt auch die Möglichkeit eigene Förderanträge zu stellen.

Als Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft wurde Herr Hartmut Berndt einstimmig gewählt. In den Vorstand wurden Frau Ines Kinsky, Regionalmanagerin der LEADER-Region Saalfeld Rudolstadt (Thüringen) und Herr Thomas Disser, Regionalmanager der LEADER-Region Odenwald (Hessen) gewählt. Sitz der Bundesarbeitsgemeinschaft ist Göttingen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft wird sich als erstes der Öffentlichkeitsarbeit und der Mitgliederwerbung widmen. Eine Internetseite besteht zurzeit noch nicht. Interessierte Lokale Aktionsgruppen können sich aber auf der Internetseite der deutschen Vernetzungs-stelle (dvs) informieren. Hier sind auch die Satzung sowie der Mitgliedsantrag zu finden. Die Jahresgebühr beträgt 300 Euro.