Abschlussbereisung im Salzlandkreis

Salzlandkreis – Bereisung der drei LEADER/CLLD-Region des Salzlandkreises Börde-Bode-Auen, Aschersleben-Seeland und Elbe-Saale

Am 7. Oktober 2022 machten sich Akteure aus den drei LEADER-Regionen Aschersleben-Seeland, Börde-Bode-Auen und Elbe-Saale auf den Weg, um beispielgebende, LEADER geförderte Vorhaben sich anzuschauen. Gestartet wurde am Bürgerpark in Egeln. Initiiert aus der Bürgerschaft heraus ist ein innerörtlicher Treffpunkt entstanden, der für alle Generationen etwas zu bieten hat und sich seit der Einweihung größter Beliebtheit erfreut. Von Egeln ging es weiter in den kleinen Ort Schackstedt. Die Mitreisenden waren vom Engagement von Familie Rieland und ihrem Verein Natur und Handwerk e.V. schwer beeindruckt. Auf einem ca. 5.000 qm großen Grundstück ist eine Naturschule entstanden. Hier wurde mit LEADER-Fördermitteln ein neues Seminarhaus finanziert.

Weiter ging es zum Ringheiligtum in Pömmelte. Die Rekonstruktion des Ringheiligtums wurde bereits in der vergangenen Förderperiode mit LEADER-Mitteln gefördert. Seitdem entwickelt sich die Anlage stetig weiter. Zurzeit befindet sich eine moderne Interpretation eines historischen Langhauses im Bau, das zukünftig neben einer Toilettenanlage auch Platz für Veranstaltungen bietet. Der Abschuss der Bereisung fand im ehemaligen Pferdestall der Wasserbug Egeln statt. Der als Freilichtbühne genutzte Pferdestall wurde durch einen denkmalschutzkonformen Erweiterungsbau ergänzt, der eine Küche und sanitäre Anlagen beinhaltet. Damit kann die Freilichtbühne deutlich besser genutzt werden.

Was ist LEADER?

LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Dévelopement de l’Économie Rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) und ist ein methodischer Ansatz im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Förderung der ländlichen Räume. Ziel von LEADER ist es, innovative Ideen zu entwickeln, damit ländliche Regionen sich zukunftsfähig entwickeln. Dazu haben sich in den Regionen Lokale Aktionsgruppen gegründet, die sich aus Sozial- und Wirtschaftspartnern, aber auch aus Partnern der Verwaltung zusammensetzen.

Knotenpunktbezogene Wegweisung – Radeln nach Zahlen durch den Landkreis Jerichower Land

Eine Erfindung aus Belgien kommt bald auch in den Südkreis des Landkreises Jerichower Land. Dabei handelt es sich um das System „Radeln nach Zahlen“. Andere nennen es etwas umständlich auch knotenpunktbezogene Radwegweisung. Es geht, vereinfacht gesagt, um ein neues und leicht zu benutzendes Wegenetz für Radfahrerinnen und Radfahrer. Mit dem neuen System soll der Rad- und Aktivtourismus in der Region gestärkt werden. In den letzten zwei Jahren wurde ein solches Radwegenetz für die Einheitsgemeinden Stadt Burg, Möser, Biederitz, Stadt Gommern, Stadt Möckern sowie für die Stadt Zerbst erarbeitet. Am 11. Oktober 2022 fand die abschließende Projektpräsentation in der Alten Oberförsterei in Biederitz statt. Neben dem Radwegenetz wurden auch ein Simple Show Film als auch die Radwegekarten vorgestellt. Die Umsetzung dieser Konzeption soll in den Jahren 2023 und 2024 erfolgen, so dass der Landkreis Jerichower Land bald auf ganz individuellen Routen erradelt werden kann (https://www.touristinfo-burg.de/service/aktuelles/nachrichtenleser/radeln-nach-zahlen-stadt-burg.html). Das Vorhaben wurde über die LEADER-Regionen Mittele Elbe Fläming, Elbe Fiener Bruch sowie Elbe-Saale mit Mitteln der Europäischen Union unterstützt. Die Koordinierung und der Ausbau der Netzwerke zur Entwicklung der knotenpunktbezogenen Wegweisung im Jerichower Land wurde über den Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert.

Erklärung: Das knotenpunktbezogene Radwege-Leitsystem besteht aus einem Netz mit Knotenpunkten, mit dessen Hilfe eine flexible Gestaltung der Routen möglich ist und eine nahtlose Anbindung an benachbarte Gebiete geschaffen werden kann. Touristen aber auch Einheimische profitieren von einer optimierten Darstellung der Radwege und einer besseren Vernetzung der Themenfelder im Natur- und Kulturtourismus. Die bereits im nördlichen Jerichower Land, Havelland, in der Altmark und in Brandenburg weit fortgeschrittene Umsetzung der Knotenpunktwegweisung wurde mit dem vorliegenden Kooperationsprojekt auf das gesamte Jerichower Land ausgeweitet werden.

Abstimmung von Projekten für den ENRD-Rural Inspiration Awards Aufmerksam

Zwei deutsche LEADER-Projekte (aus Niedersachsen/Sachsen und aus NRW) sind beim Wettbewerb

ENRD-Rural Inspiration Awards in die Auswahl der besten 24 gekommen. Es gab 111 Einreichungen! Im Rahmen des Publikumspreises können Sie Einfluss nehmen!

Die Abstimmung läuft unter Rural Inspiration Awards (RIA) 2022: The Future is Youth noch bis zum 4. Oktober (Mittag). Zwei Tage später werden die Preistragenden auf dem EU CAP Network Launch Treffen in Brüssel gekürt.

Die Beiträge aus Deutschland heißen:

  • Ju & me (LAG Wesermünde Süd und LAG Leipziger Muldenland)
  • Na-Tür-lich Dorf – Nature conservation at the doorstep (LAG Zülpicher Börder und LAG Eifel)

Newsletter Elbe-Saale 01-2022

Hinter uns allen liegt ein arbeitsintensives erstes Halbjahr 2022. Die neue Lokale Entwicklungsstrategie Elbe-Saale wurde erarbeitet, LEADER/CLLD-Projekte abgeschlossen und laufende Maßnahmen mussten an die Herausforderungen des Marktes angepasst werden.
Nach unserer kleinen Sommerpause möchten wir mit Ihnen positiv in das zweite Halbjahr starten. Um Ihr Engagement im Rahmen von LEADER und CLLD entsprechend zu würdigen, planen wir aktuell eine Abschlussveranstaltung gemeinsam mit den anderen Lokalen Aktionsgruppen des Salzlandkreises.
Mehr dazu folgt in den kommenden Wochen!
Der folgende Newsletter enthält ausschließlich gute Nachrichten und hoffentlich inspirierende Informationen über die LEADER/CLLD-Region Elbe Saale und darüber hinaus. (PDF)

LEADER/CLLD-Region gründet erfolgreich den Verein LAG Elbe-Saale

Die Region Elbe-Saale bewirbt sich erneut für die Anerkennung als LEADER/CLLD-Region. Eine Voraussetzung, um als EU-Förderregion anerkannt zu werden,
ist die Gründung eines Vereins. Diesen Schritt ist die Region Elbe-Saale gestern im Mehrgenerationenhaus Rückenwind in Schönebeck (Elbe) gegangen. EU-Fördermittel werden im Rahmen von Strukturförderperioden verausgabt. Die nächste Förderperiode startet ab 2023 und soll bis zum Jahr 2027 gehen. Für die Förderung zur Entwicklung des ländlichen Raums außerhalb der Landwirtschaft steht vor allem die LEADER-Methode im Fokus. Hierzu hat das Land Sachsen-Anhalt im November 2021 einen offiziellen Wettbewerb für das Anerkennungsverfahren gestartet. Neu ist, dass die Regionen sich eine Rechtsform geben müssen. Nach intensiver Auseinandersetzung in den politischen Gremien und mit den Akteurinnen und Akteuren der LEADER/CLLD-Region fanden sich am 12. Juli 2022 zweiundzwanzig Gründungsmitglieder im Mehrgenerationenhaus in Schönbeck (Elbe) ein. Sowohl die Vereinssatzung als auch die Geschäfts- und Beitragsordnung wurden einstimmig beschlossen. Damit ist der Verein, der den Namen LAG Elbe-Saale trägt, offiziell gegründet. Als Vorsitzende des Vereins wurde Frau Kerstin Mecke aus der Gemeinde Biederitz und als ihre Stellvertretung Frau Sylvia Tetzlaff aus der Stadt Gommern gewählt.
Im Vorfeld der Vereinssitzung hatte sich bereits die Interessengruppe der LAG Elbe-Saale getroffen. Auf dieser Sitzung wurde die neu erarbeitete Lokale Entwicklungsstrategie verabschiedet. Die Lokale Entwicklungsstrategie beschreibt die Herausforderungen und Bedarfe für die nächsten Jahre. Anhand von definierten Zielen sollen für diese Herausforderungen und Bedarfe Lösungen gefunden werden. Zukünftig soll sich die Region in den Handlungsfeldern


1. Miteinander der Generationen,
2. Tourismus zwischen Elbe und Saale sowie
3. Klimaschutz und Klimafolgeanpassungsmaßnahmen
weiterentwickeln.

Projekte können sich zum Beispiel in den Bereichen neue Wohnformen, Sport- und Gesundheitsförderung oder Modernisierung von bestehenden Naherholungseinrichtungen bewegen. Mit dem Beschluss über die neue Lokale Entwicklungsstrategie sind alle Weichen gestellt, das Konzept fristgerecht zum 1. August 2022 beim Landesverwaltungsamt in Halle einzureichen. Mit diesem Beschluss ist die Arbeit aber nicht getan. Die Region Elbe-Saale beabsichtigt noch in diesem Jahr eine erste Projektliste mit Vorhaben aufzustellen, für die im nächsten Jahr eine Förderung beantragt werden soll. Ein offizieller Projektaufruf folgt in den nächsten Tagen.

Erarbeitung der Lokalen Entwicklungsstrategie „Elbe-Saale“ (2021-2027)

Die Städte Gommern, Schönebeck (Elbe), Barby, Calbe (Saale) und die Gemeinde Biederitz wollen sich erneut als LEADER/CLLD-Region „Elbe-Saale für die EU-Förderperiode 2023 bis 2027 bewerben. Für die Anerkennung als LEADER-Region ist im ersten Schritt eine Lokale Entwicklungskonzept zu erarbeiten.

Wenn die Bewerbung der LEADER/CLLD-Region erfolgreich ist, steht der Region ab 2023 ein festes Fördermittelbudget zur Verfügung, mit welchem sie Projekte unterstützen kann. Die Lokale Entwicklungsstrategie muss bis zum 1. August 2022 beim Land Sachsen-Anhalt eingereicht werden.

Alle Interessierten aus der Region – Wirtschaft, Vereine, Verbände, Interessenvertretungen sowie Bürgerinnen und Bürger – sind eingeladen, an der Öffentlichen Beteiligung teilzunehmen und Ideen und Handlungsansätze zur Entwicklung der Region zu diskutieren.

Zudem sammelt das begleitende Projektbüro bereits jetzt Projektideen, um zu sehen, welche Themen einen besonderen Bedarf haben. Personen und Institutionen, die voraussichtlich ab dem Jahr 2023 ein Projekt der Region umsetzen möchten. Hierfür steht der Online-Fragebogen mit 13 Fragen zur Verfügung.

Wer darüber hinaus Lust hat sich einzubringen, kann sich der Interessengruppe „Elbe-Saale anschließen.

Zwischenstand für neues Radwegesystem vorgestellt

Um über den aktuellen Stand beim Radwegeleitsystem „Knotenpunktbezogene Wegweisung“ und dessen Weiterführung im gesamten Jerichower Land und in der Stadt Zerbst/Anhalt zu informieren, lud die Kreisverwaltung zu einer Info-Veranstaltung ein. Neben den beteiligten Kooperationspartnern aus Burg, Gommern, Möckern, Möser, Biederitz und Zerbst waren auch der Landkreis Anhalt-Bitterfeld sowie Mitglieder des zuständigen LEADER-Managements aus den Lokalen Aktionsgruppen (LAG) zu der pandemiebedingt ersten Beratung in großer Gruppe zusammengekommen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines einheitlichen, aber dennoch flexiblen Radwegeleitsystems für das Jerichower Land und einen Teil des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Durch die angestrebte Qualitätssteigerung in der Beschilderung des Wegenetzes soll auch die Vernetzung der Kreisgebiete mit den Nachbarregionen verbessert werden.
Betreut von der LAG Mittlere Elbe-Fläming arbeiten die Städte Möckern und Zerbst/Anhalt derzeit an der Konzeptionierung des Projektes. Das beauftragte Planungsbüro stellte den ersten Entwurf des Knotenpunktnetzes vor und erläuterte eingehend die Beschilderungssystematik. In den kommenden Wochen soll der Netzplan finalisiert und die endgültigen Standorte für die Wegweiser festgelegt werden. Ziel ist es, dass die fertige Konzeption Mitte des 1. Quartals 2022 präsentiert werden kann.
In Kooperation mit der LAG Elbe-Saale entwickeln die Gemeinden Biederitz und Gommern im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit ein Erklärvideo, um das Wegweisungskonzept zu erläutern. Auch das Marketing-Team, bestehend aus der Stadt Burg, der Gemeinde Möser und dem LEADER Management der LAG Zwischen Elbe und Fiener Bruch, präsentierte die ersten Zwischenergebnisse zum angedachten Werbematerial. Neben einem Imagefilm wird aktuell auch das Layout für eine Radfahrkarte „Radeln nach Zahlen“ erarbeitet.
Hintergrund: Im Herbst 2020 schlossen sich die Kommunen Burg, Biederitz, Möckern, Gommern, Möser und Zerbst/Anhalt aus dem Jerichower Land und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Rahmen einer Leader-Kooperation zusammen, um die Umsetzung eines touristischen Beschilderungskonzepts für Radfahrer zu planen. Dieses sieht vor, dass an Knotenpunkten eine entsprechende Wegweisung erfolgen soll. Unter Leitung der beim Landkreis Jerichower Land angesiedelten Koordinierungsstelle wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung abgeschlossen und anschließend Fördergelder in Höhe von rund 124.000 Euro beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt für die Umsetzung des Projektes beantragt. Im April 2021 gingen die entsprechenden Zuwendungsbescheide ein, so dass im direkten Anschluss die notwendigen Vergabeverfahren initiiert werden konnten.